花月
kagetsu
Jadebaum
Crassula ovata
Den Jadebaum (Crassula ovata) kennst du vielleicht als Geldbaum oder Pfennigbaum vom Fensterbrett. Als Bonsai ist er ideal für alle, die das Gießen auch mal vergessen: Er ist eine Sukkulente und speichert Wasser in seinen dicken Blättern und Stämmen.
Standort und Licht
- Licht: so hell wie möglich, am besten direkt am Fenster. Ein sonniger Platz mit etwas Schatten am Nachmittag ist ideal. Bei zu wenig Licht wächst er langsam und bildet große Blätter.
- Temperatur: Normale bis kühle Zimmertemperaturen sind gut. Kälter als 5–7 °C darf es nicht werden, Frost verträgt er nicht.
- Im Sommer: Ein Platz draußen tut ihm gut, dann im Halbschatten.
Gießen
Hier liegt der wichtigste Unterschied zu vielen anderen Bonsai: Weniger ist mehr.
- Abtrocknen lassen: Gieß erst, wenn die Erde trocken ist.
- Auf die Blätter achten: Werden sie leicht schrumpelig, ist es Zeit zum Gießen.
- Im Winter sparen: Vom Herbst bis zum Spätwinter deutlich weniger gießen. Im Winter reicht oft alle 2–3 Wochen.
Zu viel Wasser lässt Blätter abfallen, die Wurzeln faulen und macht sie schwach.
Düngen
Von Mitte Frühling bis zum Herbst einmal im Monat mit einem ausgewogenen Dünger.
Schneiden
- Ausknipsen: Kneif neue Triebe immer wieder aus. So wird der Baum unten kräftiger und die Blätter werden kleiner: Statt 2,5 bis 5 cm können sie auf gut 1 cm schrumpfen.
- Wunden offen lassen: Schnittstellen nicht verschließen, sie trocknen von selbst ab.
Drahten
Nur mit Vorsicht: Die Rinde bekommt schnell Abdrücke und Äste brechen leicht. Leg den Draht locker an, biege nur wenig auf einmal und gieß vorher nicht. Nach 3 bis 4 Wochen hält die neue Form.
Umtopfen
Alle 2 bis 3 Jahre, am besten im Frühjahr oder Herbst, wenn er wächst. Nimm eine sehr durchlässige, mineralische Erde.
Blüte
In der Wohnung blüht er selten. Draußen bildet er manchmal kleine weiß-rosa Sternblüten.
Wenn etwas nicht stimmt
- Blätter fallen ab: meist zu viel Wasser.
- Große Blätter, lange dünne Triebe: zu wenig Licht.
- Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Blattläuse und Spinnmilben.
Mehr Hilfe gibt es beim Bonsai-Doktor.
In Japan
Offiziell heißt der Jadebaum in Japan フチベニベンケイ (Fuchibeni-benkei), was auf den oft rötlichen Blattrand anspielt. Im Laden findest du ihn aber als 金のなる木 (Kane no naru ki), „Baum, an dem Geld wächst“, oder als 花月 (Kagetsu). Den Namen verdankt er seinen runden Blättern, die an Münzen erinnern. Man erzählt sich, dass Händler früher 5-Yen-Münzen auf junge Triebe fädelten, damit es aussah, als würde am Baum Geld wachsen. Bis heute ist er in Japan ein beliebtes Geschenk zur Geschäftseröffnung oder zum Einzug, denn er gilt als Glücksbringer für Wohlstand.
Giftig für Haustiere
Der Jadebaum ist giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Mögliche Folgen sind Erbrechen, Mattigkeit und ein unsicherer Gang. Stell ihn außer Reichweite von Tieren.
Selbst vermehren
Kaum ein Baum lässt sich so leicht vermehren: Stecklinge gehen fast jederzeit, und sogar ein einzelnes Blatt, das auf der Erde liegt, bildet Wurzeln. Lass die Schnittstellen vorher gut antrocknen.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich einen Jadebaum gießen?
Erst wenn die Erde trocken ist, am besten wenn die Blätter leicht schrumpelig werden. Im Winter reicht oft alle 2–3 Wochen.
Kann man einen Geldbaum als Bonsai halten?
Ja. Der Jadebaum, also der Geldbaum, lässt sich gut als Bonsai gestalten. Durch regelmäßiges Ausknipsen bleiben die Blätter klein und der Stamm wird kräftig.
Wie kalt darf es für den Jadebaum werden?
Nicht kälter als 5–7 °C. Frost verträgt er nicht.
Ist der Jadebaum giftig für Katzen?
Ja. Er ist giftig für Katzen, Hunde und Pferde.
Warum verliert mein Jadebaum Blätter?
Meist wegen zu viel Wasser. Lass die Erde zwischen dem Gießen ganz abtrocknen.