榕樹
yōju
Ficus Ginseng
Ficus microcarpa
Für viele ist der Ficus Ginseng der erste Bonsai, und das aus gutem Grund: Der Ficus gilt als die beliebteste Zimmer-Baumart für Bonsai-Einsteiger. Er verträgt gelegentlich zu viel oder zu wenig Wasser und ist recht widerstandsfähig gegen Schädlinge.
Was ist ein Ficus Ginseng?
Botanisch ist er eine Chinesische Feige (Ficus microcarpa). Den Namen „Ginseng“ hat er von seinem dicken, bauchigen Stamm, der an eine Ginsengwurzel erinnert. Die Sorte hat dichtes, glänzend dunkelgrünes Laub und breite, freiliegende Wurzeln. Manchmal ist auf die dicke Wurzel eine Krone mit anderen Ficus-Blättern veredelt.
In Japan
In Japan kennt man diesen Ficus als ガジュマル (Gajumaru), vor allem von der Inselgruppe Okinawa. Dort erzählt man sich, dass in alten Gajumaru-Bäumen ein kleiner Waldgeist namens キジムナー (Kijimuna) wohnt. Er bringt Glück, solange man ihn gut behandelt, und kann recht ungemütlich werden, wenn man ihn ärgert. Deshalb heißt die Gajumaru auch 多幸の樹, „Baum des großen Glücks“, und wird in Japan gern verschenkt.
Standort: hell, warm, ohne Frost
- Licht: Er braucht viel Licht, am liebsten direkte Sonne. Stell ihn nicht in eine schattige Ecke, sondern höchstens etwa 1 m vom Fenster entfernt.
- Temperatur: Frost verträgt er nicht. Im Sommer darf er nach draußen, solange es über 15 °C warm ist. Gewöhne ihn dann zwei Wochen im Halbschatten an die Sonne.
- Luftfeuchtigkeit: Er mag es feucht. Trockene Luft und zu wenig Licht schwächen ihn und führen oft dazu, dass er Blätter abwirft.
Gießen
Gieß kräftig, sobald die Erde leicht trocken ist, und nicht nach festem Plan. Ständig nasse Erde führt zu Wurzelfäule. Wie du richtig prüfst und gießt, steht im Artikel Bonsai Pflege.
Düngen
Im Sommer alle zwei Wochen düngen. Wächst er im Winter weiter, alle vier Wochen.
Schneiden und Drahten
Lass einen Trieb 6 bis 8 Blätter bilden und kürze ihn dann auf 2 Blätter zurück. Beim Schneiden tritt ein milchiger Saft aus. Wenn du drahtest, schau oft nach dem Draht*: Beim Ficus wächst er sehr schnell in die Rinde ein.
Umtopfen
Alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, in normale Bonsai-Erde*. Das Kürzen der Wurzeln verträgt der Ficus sehr gut.
Luftwurzeln
Die typischen Luftwurzeln bildet der Ficus nur bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. In der Wohnung klappt das nur mit Hilfe, zum Beispiel unter einer Glashaube, die fast 100 % Luftfeuchtigkeit schafft.
Wenn etwas nicht stimmt
- Blätter fallen ab: meist Stress durch zu wenig Licht, zu viel oder zu wenig Wasser.
- Schädlinge: vor allem Schildläuse und Spinnmilben, außerdem Blattläuse und Wollläuse.
Mehr Hilfe gibt es beim Bonsai-Doktor.
Giftig für Haustiere
Ficus-Arten gelten als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Sie reizen Magen, Darm und Haut. Stell ihn deshalb außer Reichweite von Tieren, die gern an Pflanzen knabbern.
Selbst vermehren
Ficus lässt sich leicht über Stecklinge vermehren, in Wasser oder direkt in Sand oder Erde. Am besten klappt es im Hochsommer.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich einen Ficus Ginseng gießen?
Nicht nach Plan, sondern sobald die Erde leicht trocken ist, dann kräftig. Ständig nasse Erde lässt die Wurzeln faulen.
Warum verliert mein Ficus Ginseng Blätter?
Meist aus Stress: zu wenig Licht, zu viel oder zu wenig Wasser. Auch trockene Luft kann Blattfall auslösen.
Darf der Ficus Ginseng nach draußen?
Im Sommer ja, solange es über 15 °C warm ist. Gewöhne ihn zwei Wochen im Halbschatten an die Sonne. Frost verträgt er nicht.
Ist der Ficus Ginseng giftig für Katzen?
Ja. Ficus-Arten gelten als giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Sie reizen Magen, Darm und Haut.
Wann topft man einen Ficus Ginseng um?
Alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, in normale Bonsai-Erde.